Katholisches Land

Die Tradition der Bildstocksetzung reicht bis weit hinein ins Mittelalter. Damals hatten sie oft rechtliche Bedeutung. In der Zeit der Gegenreformation um das Jahr 1600 entwickelten sie sich dann zu Kennzeichen katholischer Herrschaftsgebiete. Und während des Barock erlebten sie schließlich einen gewaltigen Aufschwung: Überall in den katholischen Dörfern Frankens stifteten Gläubige Bildstöcke – ihre Zahl und ihre Formenvielfalt zeugen bis heute von der religiösen Prägung Frankens.

„O christ, din stym hör ich gar wohl
Jherusalem ich suchen sol.
Zur port des heils den weg mir melt
der bildstock clein in witem feldt“

Johannes Geiler von Kaysersberg, 1512